QuickTAIL

Anwendung in der Praxis – Was können Schulen selbst tun?

Die Messungen nach dem TAIL-Schema in Klassenräumen können prinzipiell auch durch die Schulen selbst durchgeführt werden.

Um das Schema für das Self-Assessment von Schulen zu adaptieren und es im deutschsprachigen Raum zu etablieren, führt die Heinz Trox Wissenschafts gGmbH ab 2026 mit vier Forschungseinrichtungen eine Pilotstudie zu quickTAIL durch. Dabei wird die Bewertung eines Raumes systematisch in zwei Abschnitte unterteilt:

1) Zunächst findet eine Begehung des Raumes statt. Diese kann durch eine Lehrkraft erfolgen. Für die Begehung werden ein standardisierter Kurzfragebogen sowie leihweise ein kleiner Koffer mit Mess-Equipment kostenlos zur Verfügung gestellt. Erfasst werden neben geometrischen Daten und Informationen zu Fenstern und Ausstattung des Raumes auch kurze und vereinfachte Messungen zur Akustik und zur Beleuchtungsstärke.

2) Ergänzend wird ein Wandsensor im Klassenraum installiert. Dieser wird kostenlos für einige Wochen oder nach Absprache auch längerfristig zur Verfügung gestellt und erfasst verschiedene Größen wie CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lautstärke und Helligkeit.

Basierend auf der Kombination aus den einmalig erhobenen Informationen und den kontinuierlichen und betriebsabhängigen Messdaten kann anschließend sofort die TAIL-Bewertung erfolgen.

Die Ergebnisse werden anonymisiert für Forschungszwecke ausgewertet und der jeweiligen Schule zur Verfügung gestellt. Ob und wie die Ergebnisse schulintern kommuniziert werden, entscheiden der Schulträger und die Schulleitung. Die Ergebnisse können Hinweise auf eine Anpassung des (Lüftungs-) Verhaltens geben oder zum Ableiten konkreter Sanierungsmaßnahmen dienen. Auch kann das Self-Assessment mit begleitendem Material in den Unterricht eingebunden werden und so zu mehr Raumkompetenz der Schüler:innen und Lehrkräfte führen.